Wie lange sollte soll ich mein Kind stillen? Man kann die Dauer des Stillens nicht genau bestimmen, da es vom Hunger und vom Verhalten des Babys abhängen. Hat das Kind noch Hunger, macht es sich durch Körpersignale, wie Saug- oder Schluckbewegungen, bemerkbar.

Wenn es von der Brust genommen wird bevor es fertig ist mit dem Stillen, verhindert man, dass es den Teil der Milch aufnimmt, der besonders reich an Kalorien ist. Dies erhöht außerdem das Risiko einer Stauung aufgrund der unzureichenden Entfernung der Milch aus den Milchgängen. Diese kann unter Umständen nach und nach eine Mastitis (eine Entzündung des Drüsengewebes der Brust oder eine Verminderung der Milchabgabe) zur Folge haben.

Daher ist es besser, das Neugeborene an der Brust angelegt zu lassen, bis es so satt ist, dass es sich selbstständig von der Brust löst. Nach dem Stillen wird das Kind in halb sitzender Position gehalten, um das Aufstoßen der während des Stillens aufgenommenen Luft zu erleichtern. Wenn das Kind nicht Aufstößt oder beim Aufstoßen leicht spuckt, ist das kein Grund zur Sorge. Es heißt nicht, dass das Kind Verdauungsschwierigkeiten hat, sondern könnte ganz einfach dem zu schnellen saugen und schlucken geschuldet sein.

Individuelle Stillzeiten

Das Kind stimuliert durch das Saugen die Abgabe von Hormonen: daher kann die zeitliche Begrenzung der Stillzeit die Milchproduktion beeinträchtigen.

Wenn das Kind richtig an die Brust angelegt wird und aktiv saugt, kann es seinen Nahrungsbedarf in ca. 15-20 Minuten stillen, aber selbstverständlich hat jedes Kind seine eigenen Zeiten.

Man muss jedoch darauf hinweisen, dass sich das Kind nicht immer auf Grund von Hunger an die Brust legt. Oft, und vor allem in Momenten der größten Erregung, hat die Suche nach der Mutterbrust das Ziel des Wohlbefindens, der Ruhe, angenehmer Gefühle oder ganz einfach des Schmusens. In diesen Fällen kann man das Saugen durch Stimulation des Mundwinkels mit einem Finger oder alternativ durch vorsichtiges Einführen des kleinen Fingers in den Mund unterbrechen umso den Saugnapf Effekt vermeiden, der durch eine abrupte Entfernung von der Brust entstehen würde.