Candida Infektion der Brust

Gelegentlich kann eine Brustwarzenrhagade eine Candidamykose, d.h. eine infektiöse Schleimhauterkrankung, verstecken, die von Pilzen (Myzeten) der Gattung Candida hervorgerufen wird, von denen die Candida albicans die am weitesten verbreitete ist.

Die Infektion mit dem Pilz Candida albicans wird auch als Brustsoor bezeichnet und tritt häufig während der Stillzeit auf. Ursache für eine Soor-Infektion sind häufig wunde Brustwarzen, die u. a. durch eine falsche Saugtechnik entstehen und nicht ausreichend abgeheilt sind. Bleibt die Brustinfektion unbehandelt, kann Milchstau oder eine Brustentzündung auftreten.

Anzeichen einer Pilzinfektion mit Candida:

  • Vorkommen von Soor und Dermatitis im Windelkontaktbereich des Kindes.
  • Vaginitis der Mutter durch Candidamykose.
  • Verlängerter Medikamentengebrauch der Mutter nach der Entbindung.
  • Unerwarteter Schmerz an den Brustwarzen nach problemlosem Stillen.
  • Fehlende Ausheilung der Rhagaden auch nach Korrektur des Anlegens des Kindes.
  • Andauernder Schmerz auch nach Ausruhen zwischen den Fütterungen.
  • Lachsfarbene Verletzungen der Brustwarze.

Im Falle einer Infektion mit Candida werden die folgenden Quellen für eine Wiederansteckung in Betracht gezogen:

  • Sauger und Fläschchen müssen sterilisiert werden
  • Partner der Mutter, sollte sich einer pharmakologischen Behandlung unterziehen.

Wie Sie infizierte Brustwarzen richtig behandeln

Wenn der Schmerz der Mutter das Stillen des Kindes unerträglich macht, muss das Stillen bis zur Ausheilung der Rhagaden unterbrochen werden und dem Kind abgepumpte Milch gegeben werden (am besten mit einem Becherchen, um am wenigsten in die Routine des Saugens an der Brust einzugreifen). Der Fall der Candidamykose ist der einzige, bei dem ein äußerliches Medikament an der Brustwarze indiziert werden sollte. Das Gel aus Miconazol oder eine Nystatin-Suspension wird zur Infektionsbehandlung und Heilung 7 Tage lang nach dem Stillen auf beide Brustwarzen und die Warzenhöfe angewandt. Sollte das Gel auch keine Erfolge zeigen und die Brustinfektion nicht abklingen, sondern eher intensivere Krämpfe in den Brustwarzen beim Stillen auftreten, muss sich die Mutter einer systematischen Behandlung unterziehen, die dem Fall angemessen wird.

Silberhütchen bei Brustwarzenentzündungen

Um Brustwarzenentzündungen und daraus resultierende Brustwarzeninfektionen vorzubeugen, eignen sich Stilleinlagen mit einem hohen Silberanteil von 99,9%. Das Silber bewirkt eine schnelle Schmerzlinderung und tötet sowohl Keime als auch Bakterien ab, so dass Pilzinfektionen oder ähnliche Probleme während des Stillens erst gar nicht auftreten.